PORZELLANMANUFAKTUR HÜTTER
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Kleinste
 Porzellanmanufaktur
Europas
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Wernigerode am Harz
huetter.porzellan@t-online.de

Porzellan -Wernigerode-Harz-Brocken-Schloß

PORZELLAN MANUFAKTUR HÜTTER

PORZELLAN, DESIGN, UNIKATE, KUNST & KUNSTHANDWERK

Wernigerode Fachwerkrathaus

Die PORZELLAN MANUFAKTUR HÜTTER wurde 1976 von den beiden Designern Heidi und Jürgen Hütter in Erfurt gegründet.
Als Absolventen der Fachbereiche Porzellan-, Glas-, Keramik- und Produktdesign der Hochschule für Industrielle Formgestaltung, Halle Burg Giebichenstein (heute Hochschule für Kunst und Design - Halle) und Mitglieder des Verbandes Bildender Künstler, erfolgte diese Gründung auf der Basis eines Künstlerateliers für die Gestaltung und Herstellung von Porzellandesign, von Unikaten der Porzellankunst und von Porzellan, Glas, Design und Keramik im Bereich des Kunsthandwerkes.
Die Titulierung dieses Ateliers als Kleinste Porzellanmanufaktur Europas basiert auf der Tatsache, daß ausschließlich nur zwei Personen die Herstellung von echtem europäischem Hartporzellan vom Entwurf, über die verschiedenen Etappen der Rohherstellung bis hin zum Brennen bei 1420 Grad Celsius ausschließlich in individueller Autorentätigkeit und Handarbeit bewältigen - in dieser Kombination existiert keine vergleichbare Porzellan Manufaktur.
Mit dem Erwerb und der Restaurierung eines über 100 Jahre alten Fachwerkhauses im Zentrum von Wernigerode, begann 1980 die Produktionsgeschichte der
PORZELLAN MANUFAKTUR HÜTTER in Wernigerode am Harz.

Porzellan-Manufaktur-Hütter Ansicht

Heidi und Jürgen Hütter, Absolventen der Hochschule für Kunst und Design in Halle, Burg Giebichenstein, haben 1976 mit dem Aufbau ihres Ateliers für Porzellangestaltung, der -Kleinsten Porzellanmanufaktur Europas-, erstmals in der Produktionsgeschichte des europäischen Hartporzellans die technologischen Grundlagen dafür geschaffen, um als Designer und Künstler autark, unmittelbar und frei mit diesem höchst anspruchsvollen, ästhetischen und edlem Material arbeiten zu können. Dieser Prozeß realisiert sämtliche individuellen Tätigkeiten vom Entwurf über die unterschiedlichen Etappen der Herstellung bis hin zum abschließenden Porzellanbrand bei 1420 Grad Celsius
Wir stellen in ausschließlich individuell geprägter Handarbeit Unikate der Porzellankunst her - diese Stücke werden vom jeweiligen Autoren persönlich signiert. Diese Produkte basieren auf den Qualitäten des heutigen Designs, sie können aber auch durch die freie Bearbeitung und das Einfließen von nicht funktionsorientierten Gestaltungsabsichten künstlerische Assoziationen und Aussagen vermitteln.
Im Spektrum der funktionsorientierten Gestaltung haben wir ein Sortiment unterschiedlichster Produkte der Kategorie Zierporzellan die von uns als Kleinserie produziert und mit der Bodenmarke " Hütter-Design " gestempelt werden. Geeignete Formen werden von uns im Modellierungs-Verfahren mit aufwändigen, plastischen Porzellan - Applikationen versehen oder auch vermittels der verschiedenen Techniken der Handmalerei in Unterglasur- in Aufglasur- , Lösungsfarbenmalerei ( auf das rohe, ungebrannte Porzellan ) oder aufwändiger Drucktechniken dekoriert, wobei unterschiedliche Dekortechniken auch an einem einzelnen Stück angewendet werden und diesem einen ganz außergewöhnlichen, ästhetischen Reiz verleihen.
 In diesen Bereich gehören auch unsere bildhaften Gestaltungen, die plastische Porzellanelemente mit Acryl- oder Ölmalerei verbinden und ein ganz eigenständiges Genre darstellen. Ergänzend dazu ist auch das Angebot an Malerei und Grafik ein Bestandteil unserer künstlerischen Tätigkeit
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Porzellan-Malerei-Plastik: Sturm Porzellan-Malerei-Plastik-Venus Porzellan-Malerei-Plastik: Berge
Porzellan-Mokka-Tasse-Teller-Blüte-Porzellanmalerei Porzellan-Kaffee-Tasse-Teller-weiße-Rose-Porzellanmalerei Porzellan-Leuchter-weiße Rose-Plastik-Porzellanmalerei

PORZELLAN HERSTELLUNG

Porzellan-Harz--Brocken-weiß-Berge

In China gab es Porzellan bereits während einer Hochblüte der Kultur zwischen 1122 bis 770 vor Christus. Das Rohkaolin lag dort in der erforderlichen Mischung in der Erde. In Europa dagegen musste lange nach der richtigen Rezeptur geforscht werden. Nach Ansicht der Fachleute wurde das Porzellan in China deshalb nicht erfunden, sondern eher gefunden.

Der Herstellungsprozess von Porzellan wurde zunächst im Kaiserreich China im Jahre 620 entwickelt.Marco Polo brachte im 15.Jahrhundert das erste Porzellan aus China nach Europa. Die Bezeichnung Porzellan geht auf den italienischen Namen für die Kaurischnecken (Cypraeidae), auch Porzellan Schnecke, „porcellana“ genannt zurück, dies wiederum geht zurück auf „porcellano“ (eigentlich „Schweinchen“ („porcellus“) und „porco“ „Schwein“).
Erst im Oktober 1708 gelang es Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus in Dresden bzw. Meißen, das erste europäische Porzellan zu produzieren. Unter einem Arkanisten (lat. arcanum "Geheimnis") verstand man im 18. und 19. Jahrhundert einen Chemiker in der Porzellan Herstellung.Zu dieser Zeit galt die Porzellanherstellung als Staatsgeheimnis .Die Aufgaben des Arkanisten waren die Zubereitung der Porzellanmasse, das Brennen sowie die Farbgestaltung, Vergoldung und Glasur. Bekannte Arkanisten waren Ehrenfried Walther von Tschirnhaus und Johann Friedrich Bttger, die Erfinder des europäischen
Porzellans.

Porzellan, auch Weißes Gold genannt, ist ein Material für Geschirr, Figuren u. a. Es besteht neben einigen Spurenelementen aus drei wesentlichen Bestandteilen: Kaolin (Porzellanerde, Porzellanton), Feldspat und Quarz. Je nach Mengenverhältnis der drei Bestandteile unterscheidet man zwischen Hartporzellan und Weichporzellan. Die Anteile Kaolin / Feldspat / Quarz stehen in typischen Massen bei Hartporzellan etwa im Verhältnis 50/25/25 bzw. im Weichporzellan bei ungefähr 30/30/40.Der Produktionsprozess von Gegenständen aus Porzellan lässt sich in mehrere Schritte unterteilen, die jeweils durch einen Brand unterbrochen sind.

Die verschiedenen Porzellanmassen werden aus Kaolin ( der.. oder das… , chin., nach einem Berg benannt) unter Zusatz von Feldspat und Quarz hergestellt. Dazu wird das Kaolin geschlämmt und gereinigt. Reinheit bedeutet, auch die feinsten verfärbenden Metalloxide nahezu völlig zu entziehen, die ansonsten u.a. zu einer Verfärbung des Porzellans während des Glattbrandes führen würden ( Metalloxide stellen andererseits wiederum die Grundlagen für keramische Farben dar). Nur so wird der brillante Weißgrad, der das Porzellan auszeichnet, erreicht. Die Rohstoffe werden in wässriger Suspension fein zermahlen und zu unterschiedlichen Porzellanmassen - je nach Formgebung - verarbeitet. Erst dieser Feinheitsgrad erlaubt, eine homogene Porzellanmasse herzustellen. Über eine Filterpresse werden die erforderliche Feuchtigkeit und damit die Formbarkeit erreicht. In der Vakuumstrangpresse werden der Porzellanmasse anschließend die Luftbläschen entzogen. Als Massestrang kommen die verschiedenen Porzellanmassen in die unterschiedlichsten Bereiche der Formgebung. Für das Gießverfahren wird diese plastische Porzellanmasse u.a mit der Zugabe von Wasserglas zu Gießmasse verflüssigt. Die Glasur besteht aus glasbildenden Rohstoffen (Quarz und Flussmittel), die ebenfalls in wässriger Suspension fein vermahlen und gemischt werden und in ihrem Aussehen und ihrer Konsistenz nach mit sämiger Dickmilch zu vergleichen ist.

FORMGESTALTUNG

MODELLE und FORMEN
Unsere Manufaktur verfügt über einen Bestand von ca 800 Modellen und über eine weit größere Anzahl von so genannten Mutterformen, die zur Reproduktion der Arbeitsformen benötigt werden. Porzellanprodukte, Figuren, Gefäße u.s.w. werden mit Hilfe entsprechender Gips-Arbeitsformen hergestellt, die aber nach einem bestimmten Benutzungsintervall von ca 20 bis 30 Ausformungen von der Porzellanmasse regelrecht zerfressen werden und durch neue Arbeitsformen ersetzt werden müssen. Zur Reproduktion dienen entsprechende Arbeits- oder Mutterformen. Um neue Arbeitsformen zu schaffen, werden die Einzelteile aus den Modellformen in Ton geformt oder wiederum mit Gips ausgegossen, modellgerecht überarbeitet und anschließend wird zu jedem Einzelteil eine Arbeitsform aus Gips gegossen. Nach etwa wiederum 30 Ausformungen werden die Arbeitsformen in gleicher Weise erneut, aufwändig reproduziert … und so weiter…. und so weiter.

DREHEN
Rotationssymmetrische Erzeugnisse werden auf der Töpferscheibe gedreht - auch Einformen genannt. Dabei gibt die Gipsform den Gefäßen die modellgerechten Außenkonturen; die Schablone die Wandstärke und die Innenkonturen. Flachgeschirr erhält umgekehrt seine Form und schmückenden Reliefs durch die Arbeitsform und die Außenkontur durch die Schablone - dieses Verfahren wird auch als Überformen bezeichnet. Henkel, Beläge, Applikationen usw. werden mit verdünnter Porzellanmasse (Garnier -Schlicker) angesetzt.

GIESSEN
Gefäße werden zum Teil auch im Gießverfahren hergestellt. Dazu wird die Porzellanmasse verflüssigt und in die mehrteilige Arbeitsform eingegossen. Nach einer bestimmten Standzeit hat sich in der Gips-Arbeitsform durch aufsaugen der wässrigen Bestandteile aus der Porzellanmasse in den Gips hinein eine verdichtete Wandstärke aus Porzellanrohmasse gebildet. Die überschüssige Gießmasse wird ausgegossen, das Gefäß oder die jeweilige Form aus der geöffneten Arbeitsform entnommen und zum natürlichen Trocknen mehrere Tage zugluftfrei gelagert.

FORMEN  
1.Die Einzelteile einer Plastik werden durch Formen gefertigt. Dazu wird die Porzellanmasse in die offene, mehrteilige Arbeitsform eingelegt und die beiden Formenhälften zusammengepresst. So wird jedes Einzelteil ausgeformt. Um große Teile von Plastiken hohl zu formen, wird in die beiden Formhälften Porzellanmasse von Hand bis zu einer bestimmten Wandstärke eingeformt. Anschließend werden beide Formhälften zusammengefügt. Nach der vorgegebenen Standzeit (Trocknung) können die Einzelteile der Arbeitsform entnommen werden.
2.Die Einzelteile einer Plastik oder sonstige, plastische Dekorationsteile werden auch über das Gießverfahren - siehe oben - in sehr aufwändigen und mehrteilig -komplizierten Gießformen hergestellt. Bis zur Verarbeitung durch den Former muss eine gleichmäßige Feuchtigkeit erhalten bleiben, weil die unterschiedliche Trocknung eine unterschiedliche Schwindung (unterschiedliche Schrumpfung) bedeutet, d.h. größenunterschiedlich zusammengefügte Teile werden spätestens im Glattbrand zerspringen.
Die durch Formen hergestellten Einzelteile einer Plastik werden mit Modellierwerkzeugen überarbeitet. Dabei werden die plastischen Details mit geeigneten Modellierungswerkzeugen herausgearbeitet, die von der Arbeitsform nicht völlig wiedergegeben werden. Die so bearbeiteten Einzelteile werden mit flüssiger Porzellanmasse ( Garnier - Schlicker) zur Porzellanplastik zusammengesetzt. Die zusammengesetzte Plastik erhält von Hand frei modellierte Details, Applikationen, florale, textile Strukturen oder sonstige plastische Elemente. Bei brenntechnisch komplizierten Plastiken gehört auch eine Konstruktion aus aufwändigen Stützen dazu, die in den nachfolgenden Bränden Deformationen verhindert und wegen der Schwindung des Porzellans um 16% beim Brennen nur ein einziges Mal verwendet werden kann.

Porzellan-Brennofen-Glühbrand
Porzellan-Brennofen
Porzellan-Brennofen-Dekorbrand
PORZELLANBRAND

GLÜHBRAND
Wenn die Porzellanrohlinge vollständig getrocknet sind, werden sie bei 900°C im Elektro- Kammerofen verglüht. Nach diesem ersten Brand haben die Porzellanrohlinge eine handhabbare Festigkeit und eine saugfähige Struktur. In diesem Stadium erhalten sie die verschiedenen Unterglasurmalereien in Kobaltblau, Chromoxidgrün und die Lösungsfarbenmalerei (Metallsalze in wässriger Lösung). Es folgt das Glasieren, indem die noch zerbrechlichen Stücke komplett in die Glasur eingetaucht oder mit der Spritzpistole gespritzt werden.

GLATTBRAND
Erst der Glattbrand bei bis zu 1420°C im gasbeheizten Kammerofen macht die geglühten und glasierten Rohlinge durch eine vollständige Sinterung ab 1360°C zu einem völlig neuen Material - zum Porzellan mit seinen hervorragenden Eigenschaften: der hohe Weißegrad, eine ganz besondere Härte, einem transparenten, lichtdurchlässigen Scherben (Porzelliener bezeichnen das fertig gebrannte Porzellanmaterial an sich - als Scherben) und eine fühlbar glatte Oberfläche. Im Glattbrand ist das Porzellan um ca. 16% geschwunden, die Glasur ist nun glasklar, was die unter der Glasur liegenden Unterglasurmalereien, z.B. das leuchtende Kobaltblau, in brillanter Weise zeigen.

DEKORBRAND
Beim Dekorbrand werden die Farben der Aufglasur Malerei zwischen 810 bis 890 °C auf das weiße, glattgebrannte, fertige Porzellan aufgebrannt. Je nach den verwendeten Farben und deren thermischer Beanspruchbarkeit sind u.U. mehrere separate Brennvorgänge mit jeweils absteigender Brenntemperatur nötig.
Das heißt: 1. Malen mit der Farbpalette der höchsten Temperaturbeständigkeit,
2. Einbauen der Produkte in den Brennofen,
3. Brennen,
4. Ausräumen des Brennofens,
5. Malen mit der Farbpalette der nächst niedrigeren Temperaturbeständigkeit,
6. Einbauen in den Brennofen ….
und so weiter und so fort…., je nach Motiv und Farbpalette, ist es daher nötig, daß diese o.g. Arbeitsschritte bis zu fünfmal wiederholt werden müssen.

PORZELLAN MALEREI

AUFGLASUR MALEREI
Bei der Aufglasurmalerei werden die Farben auf die Glasur des komplett fertig gebrannten Porzellans ( 1420 Grad ) gemalt. Dazu wird das Farbpulver mit ätherischen Ölen (z.B. Terpentin, Nelkenöl) zu einer malfähigen Farbe vermischt und auf das Porzellan aufgetragen. Aufwändige Dekore erfordern mehrere Farbaufträge, je nach Unterschied der optimalen Brenntemperatur der einzelnen Farben, sind mehrere Brände in absteigender Temperaturführung nötig. Der Dekorbrand erfolgt im Elektroofen. Mit dem abschließenden Polieren bei Gold- und Platindekorationen zeigt das Porzellan all seine charakteristischen Eigenschaften im höchsten Maß: die weiße Farbe des Porzellans in Verbindung mit der Brillanz der aufgetragenen Malerei.

Porzellan-Schmuck-Anhänger-Aufglasur-Malerei Porzellan-Schmuck-Brosche-Gold-Malerei Porzellan Wandteller

UNTERGLASUR - MALEREI
Unterglasurmalereien werden auf dem nur geglühten, noch porösen, saugfähigen und leicht zerbrechlichen Scherben ausgeführt. Nach dem Glasieren gehen die mit Unterglasurmalereien dekorierten Artikel in den Glattbrand bei bis zu 1420°C. Einzig das hochtemperaturbeständige Kobaltblau, das Chromoxidgrün und Lösungsfarben sind dafür geeignet. Die wässrigen Farben, u.a. Kobaltfarbe sinken beim Malen tief in den saugfähigen Scherben ein wodurch keinerlei Korrekturen an der Malerei mehr möglich sind. Erst im Glattbrand verwandelt sich z.B. das graue Kobaltoxid in ein, unter der Glasur geschützt liegendes, leuchtendes Kobaltblau. Alle Unterglasurmalereien entstehen ausschließlich in Handarbeit.

Porzellan-Plastik-Frosch-Vase-Unterglasur-Porzellanmalerei
Porzellan-Schmuck-Brosche-Blüte Porzellan-Schmuck-Brosche-Stiefmütterch-Porzellanmalereien
Porzellan-Vase-Kanne-Plastik-Gefäße-Harz
Porzellan-Plastik-Teekanne-Vase-Harz
Porzellan-Plastik-Vase-Brennofen-Harz
Porzellan-Flora-Plastik

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CYLEX DE